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Wir ermöglichen Zukunft für chancenlose Kinder

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Unsere Tätigkeitsfeld und Aufgaben

Das brasilianische Schulwesen ist eines der schlechtesten der Welt. Bei dem PISA-Test, einer Studie, die die Schulleistung von 71 Ländern vergleicht, ist Brasilien auf Platz 60. beim Lesen und 66. bei Mathematik[1].

Die direkte Folge der schlechten Qualität der brasilianischen Bildung ist vor allem die Verfestigung der Chancenlosigkeit. Ohne Bildung kann eine ganze Generation von Kindern und Jugendlichen eine anderen sozialen und wirtschaftlichen Ebene nicht erreichen. Ihre Zukunftsperspektiven sind verbaut.

Zusätzlich zu diesem konventionellen Problem der schlechten Qualität des Bildungssystems, verbunden mit der ausgeprägten Armut und Arbeitslosigkeit von Millionen von Brasilianern, gibt es auch eine Art kultureller Akzeptanz und Toleranz der Ungleichheit in unserem Land.

So haben wir die letzte Generation junger Menschen verschwendet. Ohne Bildung und ohne Perspektive müssen Kinder und Jugendliche lernen, in Armut zu leben und diese zu ertragen. Wir alle wissen: Ohne Bildung kann niemand die Situation in der er lebt, verändern. Je älter die Jugend, desto weniger Hoffnung hat sie. Leider ist dies das förderliche Umfeld für Kriminalität und Drogen.

Bei unserer Zielgruppe ist die Situation noch schlimmer.

São Paulo’s „Cracolandia“ ist eines der größten Drogenviertel der Welt. Obwohl Drogen in Brasilien verboten sind, ist die Situation der Hoffnungslosigkeit und Perspektivlosigkeit so groß geworden, dass diese Gegend von Sao Paulo-Mitte zu einer Art neutraler Zone gemacht wurde, in der Drogenhandel und Drogenkonsum “fast” legalisiert (oder besser gesagt) entkriminalisiert sind.

Cracolandia ist daher ein Viertel im Zentrum von Sao Paulo, wo fast 2000 Menschen[2] nur auf Crack leben. Zum besseren Verständnis sehen Sie sich bitte diese Fotos und Videos an: https://www.youtube.com/watch?v=dfsOl6BA9zI .

In der Praxis leben alle unsere Kinder denen wir dienen in dieser Region und werden sie als  „Kinder in sozial Vulnerabilität“ klassifiziert. Die Kinder, denen wir dienen, überleben in einem Situation, der von Armut, mangelnder Bildung, der phsychischen Erkrankung von  Familienmitgliedern, extrem leichtem Zugang zu Drogen und der immer möglichen Alternative zum kriminellen Leben geprägt ist.

In diesem Kontext haben wir in den letzten 11 Jahren ein sehr erfolgreiches Projekt durchgeführt, das verhindern kann, dass die heutigen Kinder in 5 Jahre als morgige Erwachsene ihr Leben in Crackland nicht zerstören.

Wir verhindern das Schicksal des Todes.

Heute werden 120 Kinder mit außerschulischen Aktivitäten bedacht. Mit Judounterricht, Ballett, Kunst, Englischkurs, Spaziergängen, Mittagessen und mit vielen anderen Angeboten arbeiten wir, um die Kinder zu motivieren und sie vom Einfluss der Drogendealer und der Hoffnungslosigkeit zu entfernen.

Jetzt ist unser Traum, ein großes Bildungszentrum für mehr als 400 Kinder und 200 junge Leute gründen. An dieser Stelle können wir (1) das, was wir bereits im Hinblick auf die Prävention tun, fortsetzen und erheblich verbessern; (2) eine qualitativ hochwertige Schule eröffnen; und (3) ein Ausbildungszentrum mit Zertifikatskursen starten, die auf dem brasilianischen Arbeitsmarkt schnell aufgenommen werden.

[1] https://www.oecd.org/pisa/pisa-2015-results-in-focus.pdf

[2] http://agenciabrasil.ebc.com.br/geral/noticia/2017-06/quantidade-de-usuarios-na-cracolandia-cresce-160-no-ultimo-ano-mostra-pesquisa